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Starke Worte, starke Wirkung: Jakob Springfeld begeisterte mit Lesung an der DBS
Am 12. Februar 2026 war der Autor Jakob Springfeld auf Einladung der Demokratie-AG zu Gast an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Bargteheide. In der Aula las er vor rund 200 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 10 bis 12 aus seinem Buch „Unter Nazis. Jung. Ostdeutsch. Gegen Rechts“.
Eindringlich schilderte Springfeld unter anderem die Geschichte seiner ersten Liebe Linh, deren Eltern aus Vietnam stammen und die in Zwickau nahezu Tür an Tür mit dem NSU-Trio aufwuchs – bis die rechtsterroristische Gruppe im Jahr 2011 enttarnt wurde. Die Überschneidungen zwischen seinem eigenen Lebensweg und den Schauplätzen des Nationalsozialistischen Untergrunds machten die abstrakten Schlagzeilen für die Jugendlichen greifbar.
Große Betroffenheit herrschte im Saal als Springfeld die Namen der Opfer rechter Gewalt seit 1990 präsentierte, die seinem Buch vorangestellt sind. Immer wieder ergänzte der heute 23-jährige Student der Politik- und Sozialwissenschaften seine Lesung durch persönliche Anekdoten aus seiner Zeit als linker Aktivist in seiner Heimatstadt Zwickau – etwa von Bedrohungen durch Neonazis auf dem Heimweg oder von diskriminierenden Stickern am Briefkasten seines Elternhauses.
Im anschließenden Gespräch stellten die Schülerinnen und Schüler engagiert Fragen zu Zivilcourage, politischer Verantwortung und den persönlichen Konsequenzen von Engagement gegen Rechtsextremismus. Der offene Austausch auf Augenhöhe verdeutlichte, wie sehr die Themen die Jugendlichen bewegen und wie wichtig solche Veranstaltungen für demokratische Bildung sind.