DIETRICH-BONHOEFFER-SCHULE Gemeinschaftsschule mit Oberstufe der Stadt Bargteheide
DIETRICH-BONHOEFFER-SCHULEGemeinschaftsschule mit Oberstufe der Stadt Bargteheide

Pädagogisches Konzept der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Bargteheide

I. Präambel

 

„Gott liebt den Menschen, nicht einen idealen Menschen, sondern den Menschen, wie er ist.“ Dietrich Bonhoeffer

 

In einer Schule kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen. Sie haben unterschiedliche Begabungen und Kompetenzen, unterschiedliche familiäre, soziale und kulturelle Hintergründe und sie bedürfen unterschiedlicher Lerninhalte und Arbeitsmethoden.

Grundlage jeglicher erfolgreicher Zusammenarbeit sind Respekt, Toleranz und Wertschätzung.

 

 

II. Allgemeine pädagogische Zielsetzungen

 

Die Gemeinschaftsschule steht für längeres gemeinsames Lernen in bewusst heterogen zusammengesetzten Lerngruppen, sie begreift Heterogenität als Chance.
Längeres gemeinsames Lernen nach Abschluss der Grundschulzeit und ein Verzicht auf frühzeitige Einteilung nach Bildungsgängen ermöglicht die bestmögliche Ausnutzung von Begabungen und führt zu höherwertigen Schulabschlüssen. Jeder Schüler, jede Schülerin soll den für ihn/sie bestmöglichen Abschluss erreichen können. Das Verlassen der Schule ohne Schulabschluss muss die Ausnahme sein.

 

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Neben der Vermittlung von Sachwissen und Kulturtechniken kommt der Vermittlung von Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenzen eine große Bedeutung zu. Den eigenen Lernprozess zu organisieren, zu reflektieren und Verantwortung für den Lernerfolg zu übernehmen, ist ein wichtiges Erziehungsziel der Gemeinschaftsschule. Ausgangspunkt jeglichen pädagogischen Denkens und Handelns wird nicht das Lehren der Lehrkräfte sein, sondern das Lernen der Schülerinnen und Schüler. In dem Maße, wie sie Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen, verändert sich die Rolle der Lehrkraft zum Lernbegleiter, Organisator und Tutor.
 
Zur erfolgreichen Gestaltung der schulischen Arbeit ist die Einbeziehung der Eltern von großer Wichtigkeit. In diesem Kontext gewährleistet das Logbuch – besonders in den unteren Jahrgängen - als Kommunikationsmittel zwischen Eltern, Lehrkräften und Schüler/innen -  die schnelle und unkomplizierte Kontaktaufnahme und Weitergabe von Informationen.

 

Die Zusammenfassung der Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) zum Fach NAWI und der Gesellschaftswissenschaften (Erkunde, Geschichte) zum Fach WEKU in den Klassenstufen 5 bis 7 ermöglicht die Grundlagenvermittlung durch Fachlehrer/innen und das Lernen in Zusammenhängen.
Weitere Bausteine zur Lebensbewältigung sind u.a. das Lernen am anderen Ort (Klassenfahrten, Tagesausflüge, Betriebsbesichtigungen), Gewalt- und Suchtprävention, Konfliktbewältigung durch Mediation,  Babyprojekt  sowie Gesundheits- und Ernährungsberatung.
Eine wöchentliche Klassenratsstunde trägt zur Stärkung der Sozial- und Selbstkompetenzen bei und legt die Basis für die Einübung demokratischen Handelns.

 

 

 

III. Formen gemeinsamen Lernens / individualisiertes Lernen

 

Grundsätzlich werden alle Fächer gemeinsam unterrichtet.
Durch Methodenvielfalt, die Berücksichtigung unterschiedlicher Lernwege und durch Aufgaben auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus (Binnendifferenzierung) wird es jedem Schüler/ jeder Schülerin ermöglicht, sein/ ihr persönliches Bildungsprofil zu erwerben Die Differenzierungsmaßnahmen stellen sicher, dass sowohl die leistungsstärkeren als auch  die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler in ihrer Individualität wahrgenommen und gefördert bzw. gefordert werden.
Zur Unterstützung der Differenzierung werden nach Möglichkeit Doppelbesetzungen im Fachunterricht eingesetzt.
Die Kontingentstundentafel ermöglicht eine epochale Schwerpunktsetzung einzelner Fächer in den Schulhalbjahren.
Durch ein gezieltes Methodentraining  innerhalb des Fachunterrichts werden die Schülerinnen und Schüler auf eigenverantwortliches  und selbsttätiges Lernen und Arbeiten vorbereitet.


Projektartige Fragestellungen, Langzeitaufgaben und jährliche Buchvorstellungen unterstützen selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten. Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden in einzelnen – kleineren -  Klassenverbänden zusammengefasst, wo sie durch zusätzliche Unterstützung von Sonderpädagogen speziell gefördert und auf einen Abschluss vorbereitet werden.

 

IV. Wahlpflichtunterricht

 

Ab Klassenstufe 7 wird ein vierstündiges Wahlpflichtfach gewählt, welches klassenübergreifend unterrichtet wird. Dieses Wahlpflichtfach bleibt bis zum Erreichen des MSA erhalten.


Ein Wechsel des Wahlpflichtfaches ist nur in Ausnahmefällen möglich und erschwert den Übertritt in die Oberstufe.


Die Schule bietet folgende Wahlpflichtfächer an:

•    Technik
•    Verbraucherbildung
•    Wirtschaft  
•    Gestalten
•    Französisch
•    Spanisch

 

V. Qualitätssicherung / Orientierung an Bildungsabschlüssen

 

Die Gemeinschaftsschule setzt sich das Ziel, mehr höher qualifizierende Bildungsabschlüsse zu vermitteln. Die Orientierung an den Bildungsstandards und den Vorgaben der KMK bezüglich der einzelnen Bildungsabschlüsse ist selbstverständlich.

Die unterschiedlichen Anspruchsebenen werden in den einzelnen Fächern ab Klassenstufe 7 abschlussbezogen definiert und von den jeweiligen Fachteams beschrieben. Die Mitglieder der Fachteams verständigen sich auf Maßnahmen zur Erreichung der Bildungsziele in heterogenen Lerngruppen und stimmen Inhalte und Methoden ihres Faches miteinander ab.

 

VI. Formen der Leistungsbeurteilung

 

In den Klassenstufen 5 und 6 wird die Leistungsbewertung in Form von ausführlichen Kompetenzrastern vorgenommen. Neben der Sachkompetenz werden die Methoden, Sozial- und Selbstkompetenz eines Schülers /einer Schülerin beschrieben.
Die von den Schülerinnen und Schülern erreichten Leistungen werden ab Klassenstufe 7 nach der Übertragungsskala in 8 Notenstufen bewertet. Für das Zeugnis werden die erzielten Leistungen  im Hinblick auf die drei Anspruchsebenen (ESA, MSA  und AHR) betrachtet und in individueller Würdigung auf die sechsstufige Notenskala abschlussbezogen umgerechnet. Das Fach Sport wird nicht abschlussbezogen benotet.
 
Die ab Klassenstufe 8 erstellten Notenzeugnisse enthalten eine schriftliche Prognose im Hinblick auf  den zu erwartenden Bildungsabschluss.
Die Fachschaften verständigen sich in eigener Verantwortung auf Anzahl und Typ der Leistungsnachweise pro Halbjahr.

In verbindlichen Lernstandsgesprächen Ende des 1. Halbjahres in Klasse 5 und 6 werden die Eltern über die Entwicklung und die Leistungen ihres Kindes durch die Klassenleitung informiert.
Beim jährlichen Elternsprechtag zu Beginn des 2. Halbjahres haben die Eltern aller Klassenstufen die Möglichkeit, sich bei den Fach- und Klassenlehrkräften über die erreichten Kompetenzen ihres Kindes zu informieren.

 

VII. Ganztagskonzept

 

Die Gemeinschaftsschule ist eine offene Ganztagsschule.
Im Anschluss an den Fachunterricht werden nachmittags in Kooperation mit dem Jugendarbeitsteam der Stadt Bargteheide von qualifizierten Fachkräften Kurse angeboten, die den Unterricht erweitern und ergänzen.


Sportliche, musische, handwerkliche und andere Bildungsangebote kompensieren Defizite oder unterstützen besondere Begabungen auf Schülerseite vor dem Hintergrund der veränderten Lebenssituation vieler Familien.

 

 

VIII. Weitere Schwerpunkte

 

Vorhabenwochen

 

Es werden regelmäßig in einem Schuljahr Vorhabenwochen durchgeführt, in denen klassen- oder jahrgangsbezogen ausgewählte Themenstelllungen projektartig erarbeitet werden. Über die Thematik der Vorhabenwochen entscheiden die Jahrgangsteams. Zur Minimierung von Unterrichtsausfall werden die Betriebspraktika zum Teil in den Vorhabenwochen durchgeführt.

 

 

Berufsorientierung und –vorbereitung

 

Die Berufsorientierung ist integraler Bestandteil der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.
Praktika werden in Klasse 8 und 9 durchgeführt, in Jahrgang 12 findet ein Wirtschaftspraktikum statt. Bewerbertrainingsveranstaltungen, Betriebserkundungen, Assessments  und Planspiele in Kooperation mit  Wirtschaftsbetrieben des Umlandes sowie regelmäßige Berufsberatungstermine durch die Agentur für Arbeit gewähren eine nachhaltige und effektive Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler.
Ferner nehmen sie  an zahlreichen Berufsinformationsveranstaltungen und Berufsmessen am Ort, aber auch in der Umgebung (Hamburg, Kiel, Lübeck, Bad Oldesloe) teil. Kooperationen mit den Universitäten Hamburg, Kiel, Lüneburg ermöglichen Einblicke in Welt der Hochschulen.

 

Beratung und Prävention

 

Durch die enge Zusammenarbeit mit  dem Jugendarbeitsteam der Stadt Bargteheide und anderen städtischen Institutionen  im Rahmen des Bargteheider Bildungsnetzes sowie dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Kreises Stormarn ist  die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in ein  stabiles Netz  von Institutionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit/-bildung eingebunden. In diesem Zusammenhang ist die erfolgreiche Kooperation mit den Sozialpädagoginnen von großer Bedeutung.  Ihr Aufgabenbereich erstreckt sich auf:

  • Beratung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften in einem geschützten Raum
  • Hilfestellung bei Lernschwierigkeiten und Konzentrationsstörungen
  • Soziales Lernen in kleinen Gruppen und in Einzelberatung
  • Hospitation im Unterricht
  • Präventionsarbeit (Gewalt, Süchte, Medienkompetenz)

Der pädagogische Trainingsraum bietet Schülerinnen und Schülern, die vorübergehend nicht konzentriert dem Unterricht folgen können und eine „Auszeit“ benötigen, Gelegenheit zur Aussprache und Bearbeitung der aufgetretenen Probleme.

 

Begabtenförderung

 

Schülerinnen und Schüler, die durch besondere Leistungen in einzelnen Bereichen auffallen, erhalten die Möglichkeit, an Zusatzangeboten des  örtlichen Kompetenzzentrums teilzunehmen. Ein einfühlsamer und individueller Umgang mit Ausnahmebegabungen ist selbstverständlich.

 

Zukunftsschule    Bildung für nachhaltige Entwicklung

 

Seit 2015 ist die DBS zertifizierte Zukunftsschule.

Eingereichte Projekte sind
•    Schulgarten
•    Berufsorientierung neu für Jahrgang 8
•    Care4future

 

Profiloberstufe

 

Der Übergang in die Oberstufe wird durch Versetzung erreicht (Beschluss der Klassenkonferenz am Ende des 10. Jahrgangs) oder auf Antrag mit einem guten bis befriedigenden Mittleren Bildungsabschluss.
 
Die Profiloberstufe bietet drei Profile an:
•    Sport (-wissenschaften)
•    Naturwissenschaften
•    Gesellschaftswissenschaften

 

Nach zwei Jahren kann der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben werden, nach drei Jahren die allgemeine Hochschulreife. Das gewählte Profil wird während der gesamten Oberstufenzeit beibehalten, die Profil begleitenden Fächer können wechseln. Die Wahl eines Profils bestimmt die Zusammensetzung der Klassen.

 

(Schuljahr 2015/16)

 

DBS-Vertretungsplan

Wir sind dabei!

 

DBS debattiert.

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